Auswirkungen der falschen Schlafposition auf den Rücken
Halb auf der Seite gedreht: es entsteht eine Drehung und Spannung im Nacken und Rücken

Auf dem Bauch: sehr belastend für den Nacken und etwas belastend für den Rücken.
Auf dem Rücken: etwas belastend für den Rücken. Wenn der Kopf zur Seite gedreht wird: belastend für den Nacken.
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Die beste Schlafposition: auf der Seite mit Body Pillow Nacken, Rücken und Schultern liegen in einer neutralen Position und können sich optimal von der Belastung des Tages erholen (mehr Infos: beste Schlafposition – weniger Beschwerden). |
Chronische Schmerzen im unteren Rücken
1. Chronische Schmerzen im unteren Rücken durch Schäden an der Bandscheibe
Die Bandscheibe

Die Bandscheibe besteht aus einem Kern mit einer Art flüssigem „Gel“ darin. Darum herum befinden sich etwa zwanzig Schichten (Lamellen), die zusammen einen starken ringförmigen Band bilden, den Anulus.
Die flüssige Substanz im Kern der Bandscheibe bleibt bei einer gesunden Bandscheibe ziemlich gut an ihrem Platz: nämlich im Kern. Durch falsche Belastung des Rückens können die Lamellen jedoch undicht werden. Der Kerninhalt kann dann in den Anulus gelangen. Manchmal reißen Fasern, wodurch das Austreten beschleunigt wird. Manchmal auch nicht.Ansicht von oben / Querschnitt:

Austritt in Riss im Anulus / Austritt ausgedehnt zwischen Lamellen
Beim Bewegen des Rückens verformt sich nur die Bandscheibe, nicht die Wirbel. Ohne diese Verformung ist keine Bewegung des Rückens möglich. Wenn flüssiges Material aus dem Kern zwischen die Lamellen gelangt ist, kann sich die Bandscheibe schwerer verformen. Der Rücken ist dann steif und Bewegung kann schmerzhaft werden.
Menschen mit chronischen Rückenschmerzen, die zu lange in einer gebeugten Haltung gesessen oder gestanden haben, können manchmal nur schwer wieder aufrecht stehen: Die Bandscheibe hat Schwierigkeiten, sich richtig zu verformen, weil die ausgetretene Flüssigkeit aus dem Kern „im Weg ist“.
Wie solche Austritte entstehen und wie sie zu einem Bandscheibenvorfall und Hexenschuss führen können, wird in vier Videos ausführlich erklärt. Auch der ipeltest wird erläutert und wie man damit Austritte zurück in den Kern drücken kann. Und Rückenschmerzen können sich verbessern!
Die Schlafposition hat oft Einfluss auf das Entstehen oder Bestehen chronischer Rückenschmerzen (mehr Infos: Rückenschmerzen und Schlaf).
2. Andere Ursachen chronischer Schmerzen im unteren Rücken
Wirbelgelenke
Neben einer beschädigten Bandscheibe als Ursache chronischer Rückenschmerzen können auch die Gelenke der Wirbelsäule chronische Beschwerden verursachen.
Die Lage eines Gelenks zwischen zwei Wirbeln.
Auch bei Gelenkbeschwerden ist die Schlafposition wichtig. Was auch immer die Erkrankung ist, wenn die Gelenke in einer entspannten Mittelposition liegen, sind die Spannungen minimal und es entstehen weniger Beschwerden als wenn das nicht der Fall ist. Für mehr Infos: Rückenschmerzen und Schlaf.
Muskeln
Muskeln können ebenfalls chronische Rückenschmerzen verursachen, wie bei Fibromyalgie. Auch örtliche erbsengroße Verhärtungen in Muskeln – Triggerpunkte – können dafür verantwortlich sein.
Triggerpunkt in einem Muskel
Solche Muskelbeschwerden sind meist für Therapeuten behandelbar.
Beckengelenke
Probleme in den Beckengelenken können ebenfalls zu Schmerzen im unteren Rücken führen. Dabei sind vor allem die Bänder dieser Gelenke eine berüchtigte Quelle von Beschwerden.
Durch das Aneinanderreiben der Beine kann Spannung in den Beckengelenken entstehen, wodurch Beschwerden auftreten oder sich verschlimmern können.
Chronische Schmerzen im oberen Rücken
Der Bereich zwischen den Schulterblättern kann Schmerzen hinter dem Schulterblatt verursachen und manchmal auch ein „komisches Gefühl“ im Arm sowie ein schmerzhaftes Gefühl in der Brust. Meist sind die Gelenke zwischen den Rippen und der Wirbelsäule die Ursache. Dies wird oft nicht erkannt. Wenn es die linke Seite betrifft, erinnert es manchmal an einen (drohenden) Herzinfarkt.

Solche Beschwerden, meist von fest sitzenden Rippen-Wirbel-Verbindungen ausgehend, können sowohl die Folge von Sitzhaltungen sein, bei denen die Schultern längere Zeit nach vorne gedrückt werden (Hängen in einer Ecke des Sofas) als auch durch eine falsche Schlafposition, bei der die Schultern längere Zeit nach vorne hängen.
©2025, Autor: Jan Willem Elkhuizen, Physiotherapeut und Bewegungswissenschaftler



